Mag. Karina Thür, BSc.

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Unser Joseph wurde am 27.11.2014 um 2:55 Uhr geboren (SSW 39+3). Er war 53cm groß und 3400g schwer. Die Geburt fand wie geplant im LKH Feldbach statt.

Am 26.11. kurz nach Mitternacht bin ich mit regelmäßigen Wellen im 4 Minuten Abstand aufgewacht. Ein warmes Bad hat an der Regelmäßigkeit und Intensität der Wellen nichts verändert. Wir hatten geplant so spät wie möglich ins LKH zu fahren. Da jedoch der Abstand schon 4 Minuten betrug, sind wir gegen 1:45 Richtung Feldbach aufgebrochen. Während der Fahrt blieben die Wellen im regelmäßigen Abstand bestehen. Nach Ankunft im LKH kamen die Wellen dann jedoch in größeren Abständen (ca. alle 7 Minuten). Nach der ersten Untersuchung um ca. 7 Uhr war der Muttermund zwar hauchdünn und weich jedoch nur eine Fingerkuppe weit geöffnet. Dieser Zustand blieb leider bis ca. 15 Uhr bestehen, wobei die Wellen ab ca. Mittag wieder im 4 Minuten Abstand kamen. Im Kreißsaal nebenan konnte ich eine anscheinend sehr schmerzhafte Geburt mithören, dies hat mein Wohlbefinden stark negativ beeinflusst. Ich empfand die Wellen zunehmend schmerzhaft und wurde mutlos. Ein Entspannungsbad hat wenig zur Erleichterung beigetragen. Da wir uns beide schon sehr müde und kraftlos fühlten (36 Stunden fast ohne Schlaf) wollte ich unbedingt etwas zur Schmerzlinderung. Gemeinsam mit der Hebamme haben wir uns für eine Infusion und gegen eine PDA entschieden. Die Infusion hat mich für ca. 1 Stunde entspannt und ich konnte neue Kräfte sammeln. Danach um ca. 19.30 Uhr kamen die Wellen intensiver und nach wie vor ca. alle 4 Minuten. Der Muttermund war zu diesem Zeitpunkt erst 2 cm geöffnet. Die nächsten Stunden konnten Harald und ich die Wellen und die Pausen gut verarbeiten (Wellenatmung und Ruheatmung) und ich war gut im Geburtsfluss. Um ca. 23 Uhr war der Muttermund 9 cm geöffnet. Ab diesem Zeitpunkt hat uns unsere Hebamme (wir hatten sehr viel Glück mit den Schichtwechseln und den Hebammen) durchgängig begleitet. Der letzte Zentimeter war erst um 01:30 geöffnet. Die Eröffnungsphase habe ich überwiegend in der Seitenlage verbracht.

Die Geburtsphase habe ich weniger intensiv empfunden jedoch einen sehr starken Presszwang verspürt. Die Geburtsatmung konnte ich nicht einsetzen. Überwiegend befand ich mich in der Rückenlage. Das Bewusstsein, dass unser Baby bald geboren sein wird hat mir neue Kraft verliehen. Leider befand sich Joseph in einer Hinteren Hinterhauptslage, hatte einen Kopfumfang von 35cm und mein Beckenboden war sehr fest, somit endete die Geburt mit einem Dammschnitt nachdem die Herztöne kurz vor der Geburt abfielen. Es fiel uns nicht schwer diesen „ungeplanten“ Geburtsverlauf anzunehmen und haben uns vom Fachpersonal stets in die Entscheidungen einbezogen und informiert gefühlt.

Rückblickend betrachtet haben wir das Gefühl, dass uns vor allem die Atemtechniken während der Eröffnungsphase sehr hilfreich waren und ich somit diese lange Geburtszeit bewältigen konnte (27 Stunden). Viele andere Techniken haben wir zwar versucht anzuwenden, aufgrund der Spitalsatmosphäre aber wenig wirksam nutzen können.

 

Wir sind sehr glücklich mit unserem kleinen Joseph und wünschen Euch allen eine schöne Adventszeit.

HypnoBirthing- Geburt A.

Joseph, 27.11.2014