Mag. Karina Thür, BSc.

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Unser erster Sohn kam im August 2009 zur Welt. An diese Geburt habe ich keine guten Erinnerungen. Es kam alles ganz anders als ich es zuvor in Büchern gelesen hatte. Kurz vor Mitternacht hatte ich meinen Blasensprung und auf dem Weg ins Krankenhaus setzten die Wehen ein – heftig und in kurzen Abständen. Doch der Muttermund war erst ein wenig geöffnet. Nach 5 Stunden und kaum Fortschritten bat ich um eine PDA, weil ich nicht mehr konnte. Ich war schon so geschwächt und konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten, geschweige denn irgendwelche Übungen machen. Erst danach wurde es leichter. Nach weiteren 6 Stunden erblickte Florian das Licht der Welt.

Bei meiner 2. Schwangerschaft verdrängte ich den Gedanken an die Geburt so lange wie möglich. Immer wieder kamen Erinnerungen hoch und mit ihnen Angst. Angst, dass es wieder so schmerzhaft sein und so lange dauern würde. Ich las dann „zufällig“ von Hypnobirthing. Entspannungs-, Atmungs- und Visualisierungsübungen, Arbeit mit dem Unterbewusstsein – das war genau das Richtige für mich!

 

Die Geburt unseres zweiten Sohnes verlief dann viel angenehmer und auch ziemlich schnell. Ich tat die „Wehen“ stundenlang als Vorwehen/Übungswehen ab, weil sie so sanft waren und ich sie spielend leicht veratmen konnte. Wir waren noch Eis essen und am Abend brachte ich Florian ins Bett. Während ich ihm eine Geschichte vorlas, ging ich einmal kurz in die Hocke und atmete in den Bauch hinein – und er machte mit! Das Gefühl wurde im Laufe des Abends intensiver. Ich atmete, tönte und machte ein paar Übungen. Alles recht entspannt. Gegen 22:30 Uhr fiel mir das Veratmen deutlich schwerer und an Entspannen war nicht mehr zu denken. Ich verspürte einen Druck nach unten, der immer stärker wurde. Ich bat meinen Lebensgefährten bei mir zu bleiben, mich zu halten und zu massieren. Kurz vor Mitternacht verständigte er die Rettung. Und dann ging es ganz schnell: erst kam die Fruchtblase zum Vorschein, der Notarzt wurde gerufen und 9 Minuten später war Felix da – geboren mit Glückshaube.

 

So kann es auch gehen. Ich hätte ja nicht gedacht, dass mir das passiert. Nun bin ich erneut schwanger und zuversichtlich, was die Geburt angeht. Ich weiß, dass es auch leicht und schnell gehen kann. Ich möchte wieder so lange wie möglich daheim „zuwarten“, weil ich mich da am besten entspannen kann, mir aber dieses Mal für den Fall einer Hausgeburt eine Hebamme organisieren.

 

Hypnobirthing hat mir geholfen Frieden mit der ersten Geburt zu schließen und neue, positive Informationen und Bilder abzuspeichern. Außerdem lernte ich meinem Körper zu vertrauen. Der weiß schon was zu tun ist. Ich kann dies nur jedem weiter empfehlen.

 

HypnoBirthing- Geburt M.

Felix, 29. April 2013