Mag. Karina Thür, BSc.

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Mag. Karina Thür, BSc.

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Liebe Karina!

Wir haben uns bereits gut eingelebt und jetzt ist auch Zeit, dir einen Geburtsbericht zu schicken.

 

Am Mittwoch, 22.7., war ich im Hebammenzentrum zur Akupunktur. Davor und während der Akupunktur wurde ein CTG geschrieben. Ich merkte zwar, dass mein Bauch immer wieder hart wurde, aber es war nicht unangenehm oder schmerzhaft. Mit der Entspannungsatmung habe ich die Zeit bei der Akupunktur genossen und als "Auszeit" gesehen.

Da kam die Hebamme und meinte "He, du hast ja schon Wehen."

Ich konnte es gar nicht glauben und rief danach meinen Mann an, damit er sich endlich an das Aufbauen des Beistellbettes macht (er hatte seine letzte stressige Arbeitswoche vor dem ET und meinte immer, dass das Baby nach der Woche kommen kann).

Am Donnerstag war ich dann am Abend bei meiner Ärztin. Auch sie schrieb ein CTG und meinte: "Bis zum 7.8. wird es sicher nicht mehr dauern." Sie nahm sich auch viel Zeit für den Ultraschall und wir bekamen unser erstes Ultraschallbild ohne Fuß oder Hand im Gesicht.

Den Freitag verbrachte ich mit meinem ersten Sohn alleine zu Hause. Am Nachmittag hatte ich so ein komisches Druckgefühl - ich schob es aber darauf, dass ich nicht wirklich Ruhe gegeben habe und viel zu tun hatte. Bis zum Abend blieb dieses Gefühl und daher nahm ich am Abend ein Noreia-Entspannungszäpfchen und schlief so gut wie schon lange nicht mehr. Bis 4.30 Uhr.

Ich wachte auf und ich spürte, dass ich einen Blasensprung hatte. Darauf wollte ich nicht alleine aufstehen und versuchte Josef zu wecken. Nach dem er zwei Mal nur "Ja!" gesagt hatte, sprang er beim dritten Weckversuch auf und konnte es kaum glauben.

Mir ging es gut und es gab noch keine Wellen. Also packte ich in Ruhe meine Tasche fertig und auch die Tasche für meinen Sohn, der vom Onkel nach dem Aufwachen zur Oma gebracht werden sollte. Ab 5.30 Uhr versuchten wir den Babysitteronkel zu erreichen. Leider ohne Erfolg. Es hat gedauert - er war dann um 6.00 Uhr hier und wunderte sich, dass ich noch so ruhig war.

Da ich keine Wellen hatte, entschieden wir uns mit dem Auto ins LKH Deutschlandsberg zu fahren.

Wir waren um 6.30 Uhr dort und ich konnte ohne Probleme selbst in den Kreißsaal gehen.

Der Muttermund war bereits 4 cm geöffnet und sehr weich.

Um 7 Uhr kam dann unsere Hebamme.

Ich hatte mich für die Hebammengeburt angemeldet und bis kurz nach der Geburt, wurden wir auch nur von ihr betreut.

Wir haben noch die "Ballonfahrt" gemacht und immer wieder die Affirmationen angehört.

Ca. ab 7 Uhr begannen dann regelmäßige Wellen, die ich wunderbar veratmen konnte.

Irgendwann sagte die Hebamme "Wenn du ins Wasser willst dann jetzt oder nicht mehr."

Da ich die Wellen bis dort hin so gut veratmen konnte, war ich ein bisschen geschockt.

Also hüpfte ich schnell in die Wanne - was gar nicht mehr so leicht war.

Im Wasser begann dann gleich die richtige Geburtsphase.

Ich hatte einen Pressdrang und hatte aber vom Kurs irgendwie im Kopf, dass ich nicht mitpressen soll.

Da ich mich so sehr auf das nicht pressen konzentrierte vergas ich auf die J-Atmung und verkrampfte ein bisschen.

Eine Light-Touch-Massage holte mich wieder zurück und ich wurde entspannter.

Nach 3 Presswellen meinte die Hebamme, dass sie jetzt ihre Kollegin (Hebamme) zur Geburt holt. Bei der Hebammengeburt kommt die Ärztin nur dann, wenn die Mutter noch zu versorge ist. Ich meinte nur: "Glaubst du, dass das Baby jetzt so schnell kommt?" Der Satz war noch nicht fertig ausgesprochen kam noch eine Welle und unser Baby war um 9.03 Uhr da.

Ich hab es selbst aus dem Wasser genommen und wir haben gesehen, dass es ein Felix ist.

Die Kollegin kam dann, als Felix schon da war.

Da meine alte Narbe am Damm nur ganz leicht eingerissen war, musste ich nicht versorgt werden.

Aus der Wanne draußen gab es gleich Kuschelzeit für uns 3. Wir haben uns unsere Lieblingscd mit den Willkommensliedern für Felix angehört und er hat bei mir getrunken und getrunken und getrunken.

Ich war sowas von fit und munter nach der Geburt. Felix hat den Rest seinen Geburtstages fast komplett verschlafen. Er war von Anfang an sehr entspannt und ruhig. Felix macht uns glücklich und ist nach wie vor total entspannt.

Wir genießen die Zeit des Kennenlernens und sind sehr dankbar, dass wir jetzt zu 4. sind.

HypnoBirthing- Geburt M.

Felix, 24.7.2015